Geschichte

Der Langhaar-Whippet: kurze Geschichte Vor über 50 Jahren wurde Walter A. Wheeler jr., Sherborn, Massachusetts, dazu inspiriert, die historische Linie der Whippets mit langem Fell wieder zu beleben. Obwohl Mr. Wheeler’s Windsprite Zwinger durchwegs eine hoch angesehene Linie von Kurzhaar-Whippets, bekannt für ihre Eleganz und die schönen grossen dunklen Augen, hervor brachte, genügte ihm dies nicht. Kurzhaar-Whippets, mit ihrer dünnen Haut und dem kurzen Fell, sind anfällig für gravierende Wunden, vor allem beim Rennen mit hoher Geschwindigkeit.

Ein langes seidiges Fell bietet Schutz vor Verletzungen und kaltem Klima. Mr. Wheeler wusste von den historischen Whippets mit Drahthaar, welche oft in Fotografien des späten 19. Jahrhunderts gezeigt wurden oder in Renaissance-Gemälden und Kunstwerken vorkamen.

Diese antiken Linien boten einen reichhaltigen Genpool für die Entwicklung der Langhaar-Whippets. Die Drahthaar-Variante wurde von den Autoren des ersten amerikanischen Whippet-Standards ignoriert, wodurch sie ausgestorben ist. Es war jedoch offensichtlich, dass der englische Champion Hilgarth Shot Silk, die beste englische Show-Hündin im Jahre 1957, das rezessive Langhaar-Gen in sich trug. Ihre natürliche dicke Mähne und der buschige Schwanz mussten gestutzt und getrimmt werden, damit sie sich für den amerikanischen Titel qualifizieren konnte. Shot Silk wurde die Stammmutter der Windsprite Langhaar-Whippets und ihre Abkömmlinge produzierten Mr. Wheeler’s ersten wuscheligen Welpen.

Die intensive Inzucht, die Mr. Wheeler in den Anfängen betrieb, um das rezessive Langhaar-Gen hervor zu bringen, lieferte den Nachweis der englischen Kreuzungen mit vielen Rassen. Englische Hundezüchter hatten den reinen Whippet vom europäischen Kontinent mit verschiedenen anderen Rassen gekreuzt, um die nützlichen Eigenschaften wie jagen, hetzen und rennen sowie das schützende Fell hinzuzufügen.

Es ist wahrscheinlich, dass diese Kreuzungen mit anderen Rassen dafür verantwortlich sind, dass der Langhaar-Whippet in vielen verschiedenen Farben daher kommt – agouti, alle Arten von gescheckt, beige und sand
agouti,
alle Arten von gescheckt, beige und sand

schwarz gescheckt, schwarz beige, schwarz rot, schwarz weiss, gestreift in verschiedenen Farben, rot, weizen, creme, blau-lavendel gescheckt und erstaunlich reines Weiss und reines Schwarz

Heutzutage werden weltweit in vielen Ländern die Langhaar-Whippet-Linien weiter durch die sorgfältige Kreuzung mit anderen Blutlinien von reinrassigen Whippets gestärkt. Beständige Qualität und gesundheitlich starke Hunde sind die Folge. Heutige Züchter wurden mit vorherrschend extrem dunklen Augen, selbst bei der verwässerten rezessiven Pigmentierung, belohnt. Der offizielle Standard für Langhaar-Whippets erlaubt eine leicht grössere Statur als der Standard für Kurzhaar-Whippets. Das volle Fell lässt den Hund im Showring in den Augen des Richters grösser erscheinen. Das Fell ist weich, seidig und leicht wellig mit Federn entlang der Rückseiten der Beine und des Schwanzes, was die Schönheit der fliessenden Bewegungen des Whippets unterstreicht – woher auch der Spitzname „Silken Windsprites“, der von den ersten Besitzern von Langhaar-Whippets benutzt wurde, stammt. Ein volles Langhaar-Fell kann die Statur des Whippets etwas mildern, aber unterhalb des Fells darf es keinen Unterschied in der Erscheinung zwischen Kurzhaar- und Langhaar-Whippet geben. Es war eine grosse Genugtuung, dass der heute gezüchtete Langhaar-Whippet nun die gleiche bezaubernde, ansprechende, lebenslustige Persönlichkeit hat, für welche der Kurzhaar-Whippet bekannt ist, sowie die aufgeweckte Intelligenz und das athletische Können. Obschon sie damals nicht die Gelegenheit hatten, bei vielen Coursings oder Gehorsamkeitstests mitzumachen, sind sie sehr geschickt in Gehorsam, Coursing und Rennen, genauso wie Kurzhaar-Whippets. Dank der starken Sportinstinkte der Windsprite´s Kurzhaar-Whippets gelang es ihnen, sowohl Kurzhaar-Whippets wie Barsois zu überholen. 1981 wurde die Langhaar Whippet Association gegründet, um die Art zu schützen und zu fördern. Die Association führt ihr eigenes Zuchtbuch und Register und organisiert Wettkämpfe, mit Gast-Richtern, um die besten Hunde zu küren. 1988 war der Gewinner Ch. Shandor´s Prince of Windsprite, Besitzer Edith Nash Hellerman, bekannte Richterin für den amerikanischen Züchterklub und internationale Shows. Langhaar-Whippets sind über den ganzen US-Kontinent sowie in vielen Ländern auf der ganzen Welt verteilt. Mit tiefem Bedauern muss die Langhaar Whippet Association Inc. darüber berichten, dass einige frühere enthusiastische Besitzer und Züchter von Langhaar-Whippets ihre Linien vermischt und mit anderen Rassen gekreuzt haben. Diese Hunde werden von der Langhaar Whippet Association nicht anerkannt, dürfen nicht Langhaar-Whippets genannt oder mit dem durch Walter Wheelers geschützten Namen „Windsprite“ identifiziert werden.